Ein altes Mähwerkzeug als große Unterstützung beim Entfernen von Staudenknöterich.
Neben den bekannten Staudenknöterich-Zupf-Mit-Bereichen am Laabenbach, wo es gemeinsame Entfernungstermine gibt – wobei es natürlich allen freisteht, auch außerhalb der Termine selbst aktiv zu werden –, gibt es auch Menschen, die eigenständig einen kleinen Abschnitt betreuen. Meist wohnen sie in der Nähe oder kommen regelmäßig an dieser Stelle vorbei.
Es gibt viel zu tun. Ein Werkzeug, das perfekt zu unserem Begriff der SENSE-Methode passt, ist natürlich die Sense.
Marianne Zeilerbauer mäht gerne mit der Sense und betreut als Patin einen Abschnitt am Laabenbach weitgehend selbstständig. Ihre betreute Stelle ist in unserer Knöterich-Karte markiert – sie ist zugleich eine Einladung zum Mitmachen.
Warum ich bei der Eindämmung des Staudenknöterichs öfter zur Sense greife
Vorausschicken möchte ich, dass ich Autodidaktin bin – oder vielleicht nicht einmal das. Ich mache es einfach.
Schon als Kind habe ich meinem Großvater voller Bewunderung beim Sensenmähen zugesehen, ebenso beim Schleifen mit dem Wetzstein und beim Dengeln. Das hat mich fasziniert, und der Bewegungsablauf hat sich – so hoffe ich – gut bei mir eingeprägt.
Es ist Übungssache, und man sollte mit der Zeit dorthin kommen, dass einem am Ende der Rücken nicht schmerzt.
Wie für alles gibt es auch hier zahlreiche Videos im Internet. Sie können sehr hilfreich sein – letztendlich zählen aber der eigene Versuch und die Übung. Auch ich habe anfangs nach Anleitungen und Tipps gesucht, bis mir einige Menschen erklärt haben:
„Wie ich das gelernt habe? Ich habe es einfach gemacht!“
Das Sensen des Staudenknöterichs macht dort Sinn, wo noch keine biodiverse Sekundärvegetation hochgekommen ist. Hier sollte man allerdings abwägen, ob sich der Aufwand für eine Einzelperson lohnt oder ob der Staudenknöterich die Fläche bereits so stark dominiert, dass eine maschinelle Mahd sinnvoller wäre.
Ich würde überschaubare Flächen mähen oder Bereiche, die direkt an bereits betreute Stellen anschließen. Hat der Staudenknöterich dort noch keinen besonders kräftigen Bestand entwickelt, geht das Mähen mit der Sense erstaunlich flott.
Ich selbst besitze zwei Sensen. Die erste – meine „bessere“ – hat einen Sensenbaum aus Holz. Sie liegt angenehm leicht in der Hand und die Griffe lassen sich individuell einstellen. Die zweite stammt aus dem Fachhandel und besteht aus Metall. Sie ist dadurch schwerer, dafür aber robuster und witterungsbeständiger.
Das dort erhältliche Standardsensenblatt ist für die normale Wiesenmahd gedacht und in guter Qualität erhältlich. In manchen Baumärkten findet man allerdings Sensenblätter mit sehr dicken Schneiden, die kaum richtig scharf zu bekommen sind.
Schon vor einiger Zeit habe ich mir zusätzlich ein kürzeres und massiveres Sensenblatt angeschafft. Es eignet sich deutlich besser zum Mähen kräftiger und teilweise bereits verholzter Staudenknöterich-Stängel. Dieses verwende ich gemeinsam mit dem Metallsensenbaum für die Knöterichbekämpfung.
Für den Holzsensenbaum und das kürzere Sensenblatt habe ich einen guten Händler im Internet gefunden.
Für die richtige Montage des Sensenblattes am Sensenbaum empfiehlt sich eine kurze Einführung im Fachhandel. Den meisten Sensen liegt aber auch eine verständliche Anleitung bei, die erklärt, wie die Winkel zwischen Blatt und Sensenbaum eingestellt werden. Auch hier gilt: ausprobieren.
Im praktischen Einsatz merkt man rasch, auf welchen Flächen das Sensen leicht von der Hand geht und wo die Stängel bereits so kräftig sind, dass die Sense an ihre Grenzen kommt.
Zwischendurch sollte das Blatt immer wieder mit dem Wetzstein nachgeschärft werden. Ein erfahrener Kollege hat allerdings festgestellt, dass ein etwas stumpferes Sensenblatt bei den butterweichen Knöterichstängeln sogar Vorteile haben kann, weil dadurch die bereits aufkommende heimische Vegetation geschont wird.
Und jetzt?
Wenn ihr die Investition nicht scheut, dann probiert es einfach aus. Wir nehmen schließlich an keinem Sensenmähwettbewerb teil. 😉
Eine Sense kann bei unseren Terminen in Neulengbach gerne ausprobiert werden – sie ist immer mit dabei.
Wir freuen uns auf eure Mithilfe!
Alles Liebe und bis bald!
Mach mit bei der SENSE-Methode!
Natürlich können auch anderes Werkzeug oder einfach nur die eigenen Hände zum Einsatz kommen. Die Natur braucht unsere Hilfe – mit der SENSE-Methode.
Neulengbach
Altlengbach
Einladung zur Halbzeitfeier – Zupfen, Pizza & Plaudern
Kommt vorbei und probiert es einfach einmal aus – die SENSE-Methode kann wirklich jede und jeder! Das ganze Geheimnis und zugleich die einzige Herausforderung liegen in der Regelmäßigkeit.
Beim nächsten Termin feiern wir die Halbzeit der Saison 2026 und laden euch herzlich dazu ein.
Wann: Dienstag, 11. August 2026, ab 17:30 Uhr
Wo: Am Ufer des Laabenbachs beim BORG Neulengbach
Was: Gemeinsam anpacken und anschließend gemütlich Pizza und Getränke direkt am Wasser genießen.
Über eine freie Spende für die Pizza – entweder direkt vor Ort oder vorab auf unser Vereinskonto – freuen wir uns sehr.
IBAN: AT43 2021 9000 2118 1904
Verwendungszweck: KW PIZZA
Lasst uns gemeinsam das „Gärtnern für die Artenvielfalt“ weiterführen.

