Wilde Natur zum Fürchten / Hassen? 

Was mich schon lange beschäftigt, ist das ausgeprägte Desinteresse vieler Menschen, mit denen ich in Kontakt komme, gegenüber aktivem Naturschutz im Ort, vor Ort – vor der eigenen Haustür.

Sie haben offenbar keinen Sinn für Natur. Im Garten, im Park und an Straßenrändern soll immer alles „schön gepflegt“ sein – bloß keine Wildpflanzen.

Sie scheinen eine Abneigung gegenüber der Natur zu haben und setzen sich deshalb auch nicht mit den Problemen auseinander, die durch Neophyten und Neozoen entstehen. Im Gegenteil: Manche fördern diese sogar unwissentlich, weil sie „so schön“, „so pflegeleicht“ oder „so ordentlich“ sind.

Was geht es mich an, was morgen damit geschieht?

Vielleicht ist es manchen sogar lieber, wenn es weniger Insekten gibt.

Ich argumentiere dann gerne:

Aber dann gibt es auch keine Schmetterlinge, Libellen und Marienkäfer, keine Singvögel usw.  mehr. Möchtest du das wirklich?

Eines Tages ploppte ein Artikel des GEO-Magazins bei mir auf:

„Biophobie – wenn sich Menschen vor der Natur fürchten.“

Zum GEO-Artikel über Biophobie

Es klingt für mich mehr als plausibel, dass sich eine solche Haltung schon in der Kindheit entwickeln kann.

Wenn man in sterilen Gärten und Parks aufwächst, die Eltern Natur als „Unkraut“ definieren und alle Insekten mit Spray bekämpfen, kann man möglicherweise Angst oder Unbehagen gegenüber der Natur entwickeln.

Ich selbst war von Anfang an voller Liebe zur Natur, weil meine Eltern mir das vorlebten. Wir hatten Freude und Vertrauen in all die Wunder der Natur.

Die Gruppe der Naturliebhaber scheint in den letzten Jahrzehnten immer kleiner zu werden.

Das schwächt auch alle Naturschutzgruppen.

Wie sonst ist zu erklären, dass es in Neulengbach nicht mehr als 6 – 10 Personen gibt, die – zumindest untereinander bekannt – den Staudenknöterich an verschiedenen Flächen entfernen?

Zurück zur Natur – mit der SENSE-Methode

Mach mit beim „Gärtnern für die Artenvielfalt“ entlang vom Laabenbach, am Anzbach, der Großen Tulln.  Orientiere dich an der Knöterich-Karte um zu sehen wo schon gearbeitet wird. Gemeinsam schaffen wir mehr Flächen für mehr Artenvielfalt.

Freue dich an den vielen verschiedenen Pflanzen, den Schmetterlingen und Libellen.

Höre die Grillen im Gras.

Mit stetigem Tun verändert sich deine Wahrnehmung. Erdung und Frieden mit der Natur können sich einstellen.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele verschiedene Pflanzen sich auf den von Staudenknöterich befreiten Flächen wieder ausbreiten und damit die bunte Artenvielfalt zurückkommt, denn

 „Man schützt nur, was man liebt, man liebt nur, was man kennt.“ (Konrad Lorenz)

Wir wünschen uns viele „Gärtner für die Artenvielfalt“, die gemeinsam mit uns ein Stück Natur wieder lebendig und vielfältig werden lassen.

Mach mit – wir freuen uns auf dich!

Alles Liebe

Barbara Maria Moser

Info: 

SENSE-Methode = Staudenknöterich Entfernen Nachhaltig Systematisch Einfach

Hauhechel-Bläuling ist eine auf den Dornigen Hauhechel spezialisierte Schmetterlingsart.

Dorniger Hauhechel ist ein seltengewordener Halbstrauch mit rosa Lippenblüten – wunderschön auch für Garten geeignet.

Ein sehr schönes Pflanzenportrait hierzu von Markus Burkhard:

https://youtu.be/4fbeJx2t78Y?si=x8Ac-qnc0t2UJU_f

Termine zum Gemeinsamen Staudenknöterich Entfernen:

Neulengbach

Fr. 18.9.2026 17:00 Laabenbach BORG
Mi. 30.9.2026 17:00 Laabenbach BORG

Altlengbach

Do. 10.9.2026 17:00 Laabenbach Radweg / Pizzeria Al Pacino
Mo. 14.9.2026 16:00 Lengbachhof / Sonnenweg

Wichtige Hinweise:

Teilnahme auf eigene Verantwortung. Bitte geeignete Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Kinder nur in Begleitung von Erwachsen. Keine Haftung für Unfälle oder Schäden.