Gemeinsam für die Artenvielfalt – mit System!
Es ist wirklich sehr erfreulich: An den Ufern des Laabenbachs werden bereits mehrere Abschnitte verlässlich von Freiwilligen betreut. Unsere Gruppenflächen werden seit ein paar Monaten durch Patenflächen ergänzt.
Eine Patenschaft für eine Fläche zu übernehmen bedeutet,
bereit zu sein, eigenverantwortlich ein kleines Stück Natur konsequent vom Knöterich zu befreien. Der Erfolg dieses hartnäckigen Dranbleibens zeigt sich direkt vor unseren Augen in der auflebenden Artenvielfalt: Die heimische, farbenfrohe Flora kehrt zurück und zieht zahlreiche unterschiedliche Insekten an, die an den bunten Blüten Pollen und Nektar finden.
Doch direkt dazwischen stehen noch massive Knöterich-Monokulturen. Mit Blick auf diese Riesenbestände hören wir häufiger Zweifel:
„Das macht doch keinen Sinn, das Ausrupfen. Der Knöterich wächst doch eh wieder alles zu.“
Unsere Antwort darauf ist eindeutig:
Es macht Sinn – und zwar mit Methode!
Wir arbeiten nach dem SENSE-Prinzip, das für
S taudenknöterich
E ntfernen
N achhaltig
S ystematisch
E ffektiv
steht.
Schauen wir uns das „S“ für SYSTEMATISCH einmal genauer an:
Was bedeutet „systematisch“ bei uns?
Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Erhalt der wertvollen heimischen Natur. Das heißt, wir entfernen den Staudenknöterich gezielt zuerst dort, wo noch ausreichend ursprüngliche, alternative Vegetation vorhanden ist.
Um den Knöterich an diesen Stellen dauerhaft zu verdrängen, muss er regelmäßig ausgerissen oder abgeschnitten werden. Erst wenn es uns durch konsequentes Dranbleiben gelungen ist, den invasiven Neophyten auf diesen Mischflächen einzudämmen und am Überwuchern zu hindern, wenden wir uns den angrenzenden Monokulturen zu und schwingen wieder kräftig die Sense.
Wir freuen uns über jede aktive Unterstützung!
Es ist wirklich ganz einfach, mitzumachen!
Auf allen Flächen, welche von Paten oder Gruppen betreut werden, darf und soll zwischendurch von jedem und jeder gerupft werden. Eine Teilnahme an unseren offiziell koordinierten Terminen ist immer möglich, aber absolut kein Muss.
Neben diesen Terminen können sich jederzeit auch andere Gruppen komplett selbstorganisiert zusammenfinden, um gemeinsam auf einer bereits betreuten Fläche anzupacken.
Selbst wenn man im Vorbeigehen schnell einmal ein paar Knöterichstängel ausrupft, leistet man einen wertvollen Beitrag. Ob mit Sense, Sichel, Gartenschere oder einfach händisch – wichtig ist allein das Tun!
Kleine Pflanzen lasst Ihr einfach vor Ort auf der Fläche austrocknen – aber bitte niemals ins Wasser werfen, da sie sonst flussabwärts neu anwurzeln können!
Betreute Flächen sind auf der Knöterichkarte markiert!
Die bereits betreuten Flächen in Neulengbach, Altlengbach und Innermanzing findet Ihr auf unserer interaktiven Knöterichkarte unter https://wurzelwerk-umwelt.org/. Schaut einfach nach, wo in Eurer Nähe oder auf Euren gewohnten Wegen betreute Abschnitte eingetragen sind, und legt los.
Ganz wichtig: Bitte meldet uns Eure Einsätze oder tragt sie direkt auf der Karte ein. So können wir den gemeinsamen Fortschritt sichtbar machen! Dranbleiben ist wichtig, gemeinsam kommen wir zum Erfolg!
Das Entfernen von Staudenknöterich geht weiter, bis Frost die Saison beendet. Mal sehen, wann es heuer so weit ist.
Bis dahin – „Zupf mit“ SENSE-Methode.
Wir freuen uns über jede Unterstützung!
Alles Liebe,
Termine zum Gemeinsamen Staudenknöterich Entfernen:
Neulengbach
Altlengbach
Wichtige Hinweise:
Teilnahme auf eigene Verantwortung. Bitte geeignete Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen. Keine Haftung für Unfälle oder Schäden.

