Wenn die Au um Hilfe ruft – Naturjuwel Schwechat-Au in Not.
Nach den warmen Temperaturen der letzten Wochen ist klar: Die trübe Nebelzeit des Winters liegt endlich hinter uns. Und während wir die ersten Sonnenstrahlen auf unseren Gesichtern genießen, strecken sich auch die ersten Frühlingsboten dem warmen Licht entgegen.
So auch im Naturdenkmal Schwechat-Au bei Traiskirchen. Dem monotonen Krächzen der Krähen wird allmählich durch das frohe Zwitschern geschäftiger Vögel Einhalt geboten – untermalt vom Schneeweiß der ersten Schneeglöckchen, die sich durch das rostbraune Laub schieben.
Unbemerkt beginnt jedoch schon wieder ein Wettrennen, dessen Ausgang wohl längst entschieden scheint. Denn im noch großteils schlafenden Auwald regt sich bereits die stille Hydra, die diesen Naturraum nun beinahe zwei Jahrzehnte lang plagt. Mit ihren tausenden Fingern greift sie nach immer mehr Land und verschlingt Stück für Stück das vor Leben überquellende Naturdenkmal.
Dieses Wesen aus einer anderen Welt hört auf den Namen Fallopia japonica – Japanischer Staudenknöterich – und ist gekommen, um zu bleiben. Zumindest scheint es so.
Doch es regt sich Widerstand gegen das Unheil, von Menschen, die diesen bedeutenden Naturraum mitten in einer vom Menschen geprägten Landschaft bewahren wollen. Schließlich gibt es viel zu gewinnen:
Die Au bei Traiskirchen ist eines der letzten Mahnmale für die gestalterische und schöpferische Kraft der ungebändigten Natur. Sie ist Heimat von 1.632 Arten, von denen 77 auf der Roten Liste stehen – also gefährdet sind.
Bereits vor 35 Jahren wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt. Doch dieses Erbe muss gepflegt und erhalten werden. Es liegt daher an uns, die Frage zu beantworten: Wie soll es weitergehen?
Fest steht nur: Der Frühling ist zurück – und mit ihm beginnt der Wettlauf mit der Hydra von Neuem. Der Ausgang scheint festzustehen. Aber eben nur scheinbar …
Ich, Simon Holluger, lade ein zu einem bewegenden Infoabend, bei dem erklärt wird, wie es gelingen kann, Schritt für Schritt die Chancen für die Artenvielfalt wieder zu verbessern – mit der bewährten und zugleich einfachsten Methode, die bereits vom Verein WurzelWerk-Umwelt und vielen anderen Initiativen im Biosphärenpark erfolgreich eingesetzt wird:
Renaturieren mit Konkurrenzpflanzen.
Infoabend „Wenn die Au um Hilfe ruft“

🗓️ 13. März 2026
📍 Tribuswinkel, Leopold-Fuhmann-Saal
Gemeinsam können wir, Stück für Stück, die Artenvielfalt zurückholen –
Vielfalt, Artenschutz statt Staudenknöterich!
Je mehr Menschen mitmachen, desto größer ist der Erfolg für den Artenschutz.
Ich freue mich auf euer Kommen und euer Mitwirken!
Herzliche Grüße
Simon Holluger
Simon.Holluger@gmx.at
Mobil: +43 664 3296167
WurzelWerk-Umwelt-Ortsgruppe Traiskirchen

