Hilfe, der Knöterich blüht! 

Wer derzeit den Staudenknöterich blühen sieht, befürchtet womöglich, dass jetzt eine explosionsartige Vermehrung durch herumfliegende Samen droht. Wir geben Entwarnung: Die Samen sind nicht das Problem! Von der Blüte geht kaum eine Gefahr für die Weiterverbreitung aus. In unseren Breitengraden kommen fast ausschließlich weibliche Pflanzen vor. Ohne männliche Pollenpartner bilden sich so gut wie keine keimfähigen Samen.

Wir könnten daher aufatmen und uns freuen, dass der blühende Knöterich von Honigbienen, Wildbienen und Hummeln besucht wird. Für unsere Tierwelt ist diese späte Blüte allerdings nur vermeintlich ein Segen. Die heimischen Insekten fliegen sie zwar mangels Alternativen an, brauchen sie aber eigentlich nicht! Besonders problematisch ist, dass der Knöterich spezialisierten Wildbienen und Schmetterlingen gar keinen Nutzen bietet. Ganz im Gegenteil: Er verdrängt heimische Spätblüher wie Brennnessel, Flockenblume, Hohlzahn, Leinkraut, Ruprechtskraut, Waldziest, Wegwarte, … und raubt den Insekten so Lebensraum und Nahrung.

Die Samen sind also harmlos und tragen nicht zur Ausbreitung des invasiven Neophyten bei. Trotzdem dürfen wir nicht wegschauen. Wir müssen den Knöterich dort bekämpfen, wo seine wahre Kraft sitzt – also unter der Erde.

Die Pflanze verbreitet sich extrem aggressiv über ihr Rhizom, eine unterirdisch wachsende Sprossachse, und speichert dort ihre Energie. Diese Sprossachsen können sehr lang werden und viele neue Triebe hervorbringen.

Bei unseren Aktionen freuen wir uns über jedes Stück Rhizom, das aus der Erde gezogen wird. Nachdem es unmöglich ist, alle vollständig zu erwischen, gilt es, die Pflanze nachhaltig zu schwächen.

Unsere SENSE-Methode eignet sich bestens dafür. Durch das regelmäßige Abschneiden der oberirdischen Stängel nehmen wir dem Knöterich die Chance, Energie einzulagern und zu speichern. Der spärlichere und deutlich dünnere Austrieb macht den Erfolg sichtbar.

Jetzt, nach den Regenfällen, lassen sich die Rhizome relativ leicht aus der feuchten Erde ziehen. Unsere Zupf-mit-Aktionen entwickeln sich derzeit gern zur Wurzel-Challenge.

Willst Du auch zum Wurzelkönig oder zur Rhizomkönigin gekürt werden?

Komm zu unseren nächsten Einsätzen und pack mit uns gemeinsam das Problem an der Wurzel!

Es macht richtig Spaß. Ehrlich.

Wir freuen uns, wenn Du bei einer unserer nächsten Zupf-mit-Aktionen dabei bist – ob als erfahrene Rhizomjägerin oder neugieriger Wurzel-Neuling. Gemeinsam geht vieles leichter – und gemeinsam können wir etwas für die Artenvielfalt bewegen!

Herzliche Grüße

Barbara Maria Moser

Vilma

Vilma Fischkandl


Termine zum Gemeinsamen Staudenknöterich Entfernen:

Neulengbach

Do. 08.10.2026 16:00 Laabenbach BORG

Altlengbach

Do. 01.10.2026 16:00 Laabenbachradweg / Pizzeria Al Pacino
Mo. 05.10.2026 16:00 Lengbachhof / Sonnenweg

Wichtige Hinweise:

Teilnahme auf eigene Verantwortung. Bitte geeignete Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen. Keine Haftung für Unfälle oder Schäden.