Liegenlassen? Haufen bilden? Mitnehmen?
Wohin mit dem abgeschnittenen Knöterich? Diese Frage sorgt regelmäßig für Unsicherheit, weil unter Fachleuten und Laien, in Sozialen Medien und in der Fachliteratur ganz unterschiedliche Ansätze kursieren.
Entscheidend ist, zu verhindern, dass der invasive Neophyt durch Aktivitäten zu seiner Eindämmung erst recht verbreitet wird. Der Knöterich ist extrem regenerationsfähig. Schon ein wenige Zentimeter großes Stängelstück mit einem Knoten oder ein winziges Rhizomfragment reichen aus, damit die Pflanze neu anwurzelt und eine weitere Monokultur bildet, welche die heimische Artenvielfalt verdrängt.
Deshalb ist der richtige und sorgsame Umgang mit dem Schnittgut unbedingt erforderlich.
In der Praxis hat sich bei uns eine einfache Strategie bewährt:
• Kleine abgeschnittene oder ausgerissene Triebe lassen wir direkt vor Ort liegen und vertrocknen.
• Lange, dicke Stangen schichten wir zu Haufen auf und informieren den Bauhof. Die Mitarbeiter holen das Schnittgut verlässlich ab und führen es einer fachgerechten Entsorgung (Heisskompostierung oder Verbrennung) zu.
• Wurzeln und Rhizome legen wir so ab, dass sie keinen Bodenkontakt haben und nicht wieder anwachsen können (z. B. auf Steinen oder am Wegesrand).
• Wichtigste Grundregel: Schnittgut darf niemals in den Bach gelangen, denn über das Wasser breitet sich der Knöterich rasant flussabwärts aus.
Was wir nicht für notwendig halten:
Oft wird empfohlen, das gesamte Schnittgut mühsam in große, schwarze Müllsäcke zu stopfen und abzutransportieren. Diesen extremen Aufwand erachten wir in der Praxis für nicht notwendig, solange die oben genannten Schritte konsequent eingehalten und die Profis vom Bauhof für die großen Mengen eingebunden werden.
Außerdem wird bei der SENSE/I-Methode ohnehin IMMER nachkontrolliert und neu austreibender Knöterich weiterhin entfernt. Denn genau darum geht es: Staudenknöterich Entfernen Nachhaltig Systematisch – und Immer!
Durch die regelmäßigen Kontrollen wird jeder Neuaustrieb frühzeitig erkannt und kann konsequent entfernt werden. So bleiben wir dran und verhindern, dass sich der Knöterich erneut ungehindert ausbreitet.
Unsere Überzeugung: Mit der SENSE-Methode und der richtigen Entsorgungs-Strategie für das Knöterich-Schnittgut ist es genial einfach, die Ausbreitung des Knöterichs zu stoppen und den Lebensraum für unsere heimischen Pflanzen zu bewahren.
Mach auch Du mit!
Bis zum Frost lohnt es sich, den Staudenknöterich weiterhin zu entfernen. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanze noch Energie in ihren unterirdischen Rhizomen einlagern kann. Das kann ihre Wuchskraft im Frühjahr merklich reduzieren.
Außerdem beginnt jetzt die Zeit, in der beim Entfernen auch die verholzten Wurzeln geerntet werden können. Sie sind in der TCM und mittlerweile auch Europäischen Naturheilkunde für ihre Heilkraft bekannt.
Es lohnt sich auf jeden Fall sich mit dieser Pflanze zu beschäftigen.
It makes Sense!
Herzliche Grüße
Termine zum Gemeinsamen Staudenknöterich Entfernen:
Neulengbach
Wichtige Hinweise:
Teilnahme auf eigene Verantwortung. Bitte geeignete Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen. Keine Haftung für Unfälle oder Schäden.

